Was ist eine Depression?

… und was sind Depressionen nicht?

Eine Depression ist eine Erkrankung, die den Körper, die Stimmungslage und das Denken betrifft. Sie wirkt sich darauf aus, wie jemand isst und schläft, wie er sich fühlt und wie er denkt.

Eine depressive Störung ist nicht dasselbe wie eine vorübergehende Niedergeschlagenheit. Sie ist kein Zeichen persönlicher Schwäche oder ein Zustand, der mit Willenskraft oder auf Wunsch überwunden werden kann. Menschen mit einer depressiven Erkrankung können sich nicht einfach "zusammenreißen" und genesen.

Ohne Behandlung können die Symptome wochenlang, monatelang oder sogar jahrelang anhalten. Mit einer geeigneten Behandlung kann jedoch den meisten Menschen, die an einer Depression leiden, geholfen werden.

Formen der Depression

Depressionen kommen in verschiedenen Formen vor, genauso wie dies bei anderen Krankheiten wie zum Beispiel Herzkrankheiten der Fall ist. Formen der Depression werden nicht nur nach Schweregrad unterschieden, sondern auch nach Verlauf und zusätzlichen, beeinflussenden Faktoren.

Schweregrad

Zunächst kann eine Depression anhand der Anzahl und Art der Symptome immer danach beurteilt werden, ob sie leicht, mittelgradig oder schwer ist. Nicht bewertet wird damit das empfundene Leiden des Betroffenen.

Verlauf

Die Art einer Depression wird auch von Verlauf und Häufigkeit bestimmt.

  • Tritt eine Depression einmalig auf, so wird sie als depressive Episode bezeichnet.
  • Eine wiederholt auftretende und wieder völlig abklingende Depression wird rezidivierend genannt.
  • Möglich ist aber auch, dass der Betroffene jahrelang an einer immer wieder sich verstärkenden, nie völlig abklingenden Depression leidet. Dann spricht man von einer dysthymen Störung.

Zusätzliche Faktoren

Eine Depression wird ergänzend zu Schweregrad und Verlauf auch aufgrund von weiteren Faktoren eingeteilt.

  • So kann eine Depression durch eine körperliche Erkrankung oder durch Medikamenteneinnahme hervorgerufen werden.
  • Denkbar ist auch, dass die Depression in engem Zusammenhang mit einem Ereignis im Leben des Betroffenen steht.
  • Ein weiterer zusätzlicher Faktor ist die manisch-depressive Erkrankung, die sogenannte bipolare Störung, wenn neben ausgeprägten Tiefs auch ausgeprägte Hochs auftreten. In diesen manischen Hochphasen ist der Betroffene oft überaktiv und ausgesprochen redselig. Die Manie beeinflusst häufig das Denken, die Urteilsfähigkeit und das Sozialverhalten auf eine Weise, die zu schweren Problemen und peinlichen Situationen führen kann.

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