Behandlung von Depressionen

Antidepressiva, Psychotherapie und anderes


Medikamente und Psychotherapie

Die Wahl der Behandlung hängt vom Ergebnis der Untersuchungen ab. Es gibt viele verschiedene antidepressiv wirkende Medikamente und Psychotherapien, die zur Behandlung depressiver Störungen verwendet werden können. Bei manchen Menschen mit leichteren Formen kann eine Psychotherapie allein ausreichend sein. Menschen mit einer mittelschweren bis schweren Depression profitieren am meisten von antidepressiv wirkenden Medikamenten. Bei den meisten wirkt eine kombinierte Behandlung am besten: Mit Medikamenten wird relativ rasch eine Symptombesserung erreicht. Die Psychotherapie dient dann dazu, wirksamere Verhaltensweisen zu erlernen, um mit den Problemen im Leben, einschließlich der Depression, besser umgehen zu können. Je nach Diagnose und Schweregrad der Symptome kann der Therapeut Medikamente und/oder eine der Psychotherapieformen verordnen, die sich bei Depressionen als wirksam erwiesen haben.

Lichttherapie

Manche Depressionen treten nur zu bestimmten Jahreszeiten auf (meist Frühjahr oder Herbst). Helles Licht kann in diesen Fällen antidepressiv wirken. Der Patient wird zur Behandlung ein bis zwei Stunden einem hellen, Tageslicht ähnlichen Licht ausgesetzt. Die Therapie, die über etwa 14 Tage durchgeführt wird, hat nur mittelstarke Wirkung – aber praktisch keine Nebenwirkungen. Sie wird häufig mit Medikamenten kombiniert.

Schlafentzugstherapie

Gelegentlich, vor allem in der stationären Behandlung, wird die Schlafentzugstherapie eingesetzt. Hierbei wird der Patient ein bis zweimal pro Woche während der Nacht wach gehalten und muss auch tagsüber wach bleiben. Bei sehr guter Wirksamkeit hat diese Therapie praktisch keine Nebenwirkungen, muss aber öfter wiederholt werden.

Magnetstimulation

Noch relativ selten und in erster Linie an Universitätskliniken wird statt der EKT oder in Ergänzung die sanftere Magnetstimulation des Gehirns durchgeführt.

Nervus-Vagus-Stimulation

Noch ganz in den Anfängen steckt die sogenannte Nervus-Vagus-Stimulation mit Hilfe eines ähnlich einem Herzschrittmacher eingepflanzten Stimulators.

Elektrokrampftherapie

Die Elektrokrampftherapie (EKT) wird eingesetzt, wenn mit Medikamenten keine Besserung erzielt werden kann. Besonders wichtig ist die EKT bei schweren und lebensbedrohlichen Depressionen. Vor der Behandlung, die unter Kurznarkose durchgeführt wird, wird ein muskelentspannendes Mittel gegeben. Auf den Kopf werden an bestimmte Stellen Elektroden platziert, die elektrische Impulse abgeben. Der Patient, bei dem die EKT durchgeführt wird, bekommt den elektrischen Reiz nicht bewusst mit. Damit eine vollständige therapeutische Wirkung erzielt wird, sind mindestens einige EKT-Sitzungen notwendig.

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